Schlaganfall

Etwa 270.000 Menschen erleiden in Deutschland pro Jahr einen Schlaganfall. Das mittlere Alter für das Auftreten eines Schlaganfalls liegt für Frauen bei 75 Jahren und für Männer bei 70 Jahren (Seshadri et al., 2006). Zwar sind mehr als 80 Prozent der Betroffenen über 60 Jahre alt, doch treffen kann es jeden – auch Kinder und Neugeborene. Etwa fünf bis zehn Prozent der Schlaganfälle treten bei unter 50-Jährigen auf (http://www.apotheken-umschau.de/Schlaganfall). Frauen sind dabei etwas weniger häufig betroffen als Männer. Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2050 ca. 300.000 Personen pro Jahr einen Schlaganfall erleiden werden. Damit ist der sog. Stroke eine der häufigsten Ursache für Tod, Behinderungen und Pflegebedürftigkeit.

Ein Schlaganfall ist demnach eine mehr als 24 Stunden anhaltende Störung der Gehirnfunktion aufgrund einer plötzlichen Minderversorgung eines Hirnbereichs mit Blut. In etwa 80 Prozent der Fälle sind Blutgefäße „verstopft“, beispielsweise durch ein verschlepptes Blutgerinnsel (Embolus) oder aufgrund einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Dies bezeichnet man als ischämischen (weißen) Schlaganfall. Seltener ist der Schlaganfall durch eine Blutung im Gehirn verursacht (hämorrhagischer oder roter Schlaganfall).
In der Folge eines Schlaganfalls kommt es zu einer Reihe von neurologischen Defiziten und Schädigungen:
Motorische- und sensorische Einschränkungen der unteren und oberen Extremität
Koordinationsstörungen
Visuelle Beeinträchtigungen
Probleme mit Sprache und Schlucken
Störungen von Kognition, Bewusstsein und Kontinenz

Bei ca. 40/80 Prozent der Betroffenen bleibt die obere Extremität längerfristig a-funktionell, wobei lediglich 10 Prozent eine komplette Regeneration zeigen (Kwakkel 2003).